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Ein Resümee zur Vermietung/Verpachtung unseres Vereinshauses.

Unser Vereinshaus, bzw. unsere Vereinsgaststätte, haben wir seit dem 01.10.2020
an Frau Subagini Akilakumar, Gastronomie-Betrieb, Restaurant „Ganesha“,
Indische Spezialitäten, vermietet bzw. verpachtet.


Subagini Akilakumar hat umfangreiche gastronomische Erfahrung und schon mit
ihrem vorhergehenden Restaurant gezeigt, wirtschaftlich und erfolgreich zu arbeiten.
Corona bedingt ist der Restaurant-Betrieb erst im Juni 2021 aufgenommen worden.
Nach nunmehr gut einem Jahr ist es Zeit, einmal ein Resümee zu ziehen, was uns zu
diesem ungewöhnlichen Schritt bewogen hat, statt an eine Vereinsgaststätte, wie
bisher üblich, an ein Indisches Restaurant zu verpachten, welches in unserer
Kleingartengeschichte bisher als ein Novum zu betrachten ist.
Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, hiermit „Neuland“ zu betreten.

Was hat uns letztendlich zu diesem Schritt veranlasst:
In den letzten 10 bis 15 Jahren hat sich verstärkt gezeigt, dass die Bewirtschaftung
einer Vereinsgaststätte mit einfachen Speisen und Getränken in der bisherigen
Form nicht aufrechtzuerhalten ist, da der Zuspruch an diese Art Gastronomie
immer mehr nachgelassen hat.

Schon zu Zeiten der Bewirtschaftung durch Familie
Gorka, welche mehrere Jahre unsere Vereinsgaststätte gepachtet hatte, ist vor
ca. 10 Jahren der Umsatz und damit ein auskömmliches Einkommen stark minimiert worden. Jahrelange gut besuchte Zusammenkünfte, wie z.B. der sonntägliche
Frühschoppen an der Theke, sind zusammengebrochen.
Nachdem Familie Gorka sich entschlossen hatte, die Vereinsgaststätte insbesondere mangels auskömmlicher Einnahmen nicht weiterzuführen, sind mehrere Versuche, die Vereinsgaststätte in herkömmlicher Weise zu verpachten, fehlgeschlagen.

Eine Bewirtschaftung hereinzubekommen, die mit neuen Ideen unsere Vereinsgaststätte wieder „zum Laufen“ bringt, ist uns leider nicht gelungen.
Von der Unfähigkeit einen Gastronomie-Betrieb wirtschaftlich zu führen, bis hin zur
fristlosen Kündigung des Pächters wegen ausstehender Miete, war alles dabei.
Es gab natürlich auch Bewerber, die wir ablehnen mussten, denn aus unserem Vereinshaus eine Raucherkneipe zu machen mit Glücksspielgeräten ect. oder
an politisch orientierte Gruppierungen zu verpachten, wäre aus Sicht des Vorstandes
bzw. auch im Sinne unserer Satzung nicht zu verantworten.

Wir haben schmerzlich erkennen müssen, dass die vielschichtigen gesellschaftlichen
Veränderungen für diese Art der Gastronomie zum Problem geworden sind.
Viele Vereine haben in den letzten Jahren, bis auf wenige Ausnahmen, den Betrieb
einer Vereinsgaststätte einstellen müssen.
Eine Eigenbewirtschaftung ist aus unserer Sicht nicht darstellbar.
Dies würde bedeuten, einen „Wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb“ eröffnen zu müssen,
mit eigener buchhalterischer Verwaltung für Einnahmen und Ausgaben.
Es gäbe eine Reihe von Problemen, insbesondere im Rahmen der ehrenamtlichen
Rekrutierung von Personal für die Bewirtschaftung.
Darüber hinaus ist steuerlich betrachtet die Verpachtung für den Verein am unkompliziertesten. Die schlechteste und teuerste Lösung wäre für den Verein
ein Leerstand (keine Verpachtung, keine Eigenbewirtschaftung) des Vereinshauses.
Wir hätten keinen Service bei Versammlungen, und bei Vereinsveranstaltungen
würden wir ggf. einen teuren Catering- Service benötigen.
Die Energiekosten des Vereinshauses wären von uns selbst zu tragen und wir hätten keine Entlastung der Instandhaltungskosten durch Mietbeiträge.
Ggf. müssten wir zur Kostendeckung pro Pächter eine Vereinshausumlage in Höhe von
ca.10 bis 15 EUR/Jahr erheben, oder anderweitig nicht unerhebliche Einsparungen
vornehmen.

Die vermieteten/verpachteten Räumlichkeiten dienen vereinbarungsgemäß weiterhin
als Versammlungsstätte des KGV Eintracht. Die Termine des Kleingartenvereins sind
lt. Vertrag vorrangig zu berücksichtigen. Veranstaltungen des KGV werden zwischen
dem KGV und unserer Mieterin kooperativ durchgeführt.

Mit der Verpachtung/Vermietung an unsere quirlige und freundliche Mieterin „Suba“,
mit Ihrem qualifizierten Küchen- und netten Bedienpersonal, strahlt unser
Vereinshaus nach längerer Zeit wieder „Leben“ aus. Für unseren Verein, sowohl für
unsere Mitglieder als auch Besucher ist die positive Ausstrahlung des Vereinshauses
sicherlich ein Zugewinn.


Für den Vorstand, Manfred Kautz

  1. Kassierer
    im August 2022

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Eine Antwort bisher

  1. Meiner Meinung ist das indische Restaurant ein großer Gewinn für unsere Kolonie.
    Das Essen ist lecker und der Curry Duft der Abends über die Gärten schwillt ist sehr angenehm. Die Wirtin ist freundlich und bei jedem Vereinsfest können sich die Vereinsmitglieder richtig wohl fühlen.

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